100 Jahre Sportabteilung

ein Jahrhundert voller Bewegung, Gemeinschaft und Engagement

Die Sportabteilung kann 2026 ihr 100-jähriges Bestehen feiern und dabei auf eine außergewöhnliche Geschichte zurückblicken. Aus einer kleinen Fußballgruppe engagierter Mitarbeiter entwickelte sich im Laufe eines Jahrhunderts eine lebendige Gemeinschaft mit den Sparten Fußball, Tischtennis und GYM FIT. Generationen von Kolleginnen und Kollegen haben hier nicht nur Sport betrieben, sondern Freundschaften geschlossen, Erfolge gefeiert und das soziale Miteinander innerhalb der SSB aktiv mitgestaltet.

Die Anfänge – aus Fußball entsteht eine Sportgemeinschaft
Die Geschichte begann im Mai 1926, als die erste Sportgruppe innerhalb der SSB gegründet wurde. Zunächst stand ausschließlich der Fußball im Mittelpunkt.
Um Mitarbeitern längere Anfahrtswege zu ersparen, entstanden die Gruppen „Cannstatt“ und „Vogelsang“, die bei Spielen gegen andere Verkehrsbetriebe als gemeinsame Mannschaft antraten.

Ein wichtiger Meilenstein folgte 1935 mit der Übernahme des Sportplatzes am Betriebshof Vogelsang. Vier Jahre später erhielt die Sportabteilung mit dem Waldheim ein eigenes Domizil.
Der Zweite Weltkrieg unterbrach das Vereinsleben – erst 1949 konnte der Sportbetrieb durch den Einsatz der zurückgekehrten Mitglieder wieder aufgenommen werden.

Fußball ist über Jahrzehnte eine der tragenden Säulen der Sportabteilung. Bereits 1951 wurde das erste Fußballturnier ausgerichtet, aus dem eine langjährige Tradition entstand. Die Mannschaft feierte Erfolge bei Turnieren in Deutschland und der Schweiz und gewann mehrfach den Pokal des Sportrings der Verkehrs- und Versorgungsbetriebe. In den ersten 25 Jahren nach dem Krieg bestritt die Mannschaft beeindruckende 1.198 Spiele.

Leichtathletik und GYM FIT – von Spitzenleistungen zur modernen Fitnessbewegung
Die Leichtathletik wurde zunächst in den 1950er-Jahren aufgebaut, bevor sie 1983 offiziell neu gegründet wurde. Schon kurz darauf sorgten Athleten wie Georg Rau mit Teilnahmen an württembergischen Meisterschaften, Marathonerfolgen und Spitzenzeiten für Aufsehen. Der Straßenbahnfahrer Gerd Blietschau errang 1992 sogar den Titel des Internationalen Deutschen Meisters über 100 Kilometer

Neben dem Leistungssport spielte der Breitensport stets eine wichtige Rolle: Waldlaufmeisterschaften, Lauftreffs, Walking-Gruppen sowie die Ausrichtung der bundesweiten DLV-Auftaktveranstaltung „Trimm-Trab ins Grüne“ machten die Sparte zu einem Aushängeschild der Sportabteilung.

Mit den gesellschaftlichen Veränderungen wandelte sich im Laufe der Zeit auch das Angebot: Step-Aerobic, Body Pump und moderne Fitnesskonzepte hielten Einzug. Aus der Leichtathletik entwickelte sich schließlich die heutige Sparte GYM FIT, die bis heute zahlreiche Beschäftigte für Bewegung und Gesundheitsförderung begeistert.

Tischtennis – 70 Jahre Leidenschaft am kleinen Ball
Auch in der Tischtennissparte wird 2026 ein besonderes Jubiläum gefeiert. Ihre Geschichte begann 1956 an einer einzelnen Tischtennisplatte im Waldheim: Was als Freizeitbeschäftigung einiger Fußballer begann, entwickelte sich schnell zu einer erfolgreichen Sparte mit zahlreichen sportlichen Höhepunkten.

Meisterschaften, Aufstiege und Freundschaftsspiele führten die Mannschaften durch ganz Deutschland und ins benachbarte Ausland. Zu den größten Erfolgen zählen mehrere Meisterschaften in den Betriebssport-Ligen sowie die Bronzemedaille von Susanne Obuchnyk bei den World Corporate Games 1996. Auch in jüngster Zeit setzt die Sparte ihre Erfolgsgeschichte fort -mit Landesmeisterschaften und internationalen Turniersiegen haben unsere Spieler die Tischtennisabteilung erneut in den Fokus des Betriebssports gerückt.

Radfahren: Gemeinsam Kilometer sammeln
Mit der Gründung der Sparte Radfahren im Jahr 1991 reagierte die Sportabteilung auf den damals steigenden Trend zum Freizeit-Radsport. Schnell entwickelten sich regelmäßige Trainingsfahrten und mehrtägige Touren zu festen Bestandteilen des Programms. Die Mitglieder umrundeten den Bodensee, fuhren durch das Altmühltal, von Karlsruhe nach Basel oder sogar auf einer mehrtägigen Rundtour über 373 Kilometer durch Baden-Württemberg.

Auch bei Veranstaltungen des Sozialwerks und regionalen Umweltaktionen war die Sparte präsent. Obwohl sie 2004 aufgelöst wurde, bleibt sie ein wichtiger Teil der Vereinsgeschichte.

Mehr als Sport: Gemeinschaft und Ehrenamt
Bei allen sportlichen Erfolgen war und ist die Sportabteilung immer weit mehr als ein „Trainingslager“ für Wettkämpfe.
Sie stellt einen Treffpunkt für Kolleginnen und Kollegen aus allen Unternehmensbereichen und Generationen dar.
Gerade im anspruchsvollen Schichtbetrieb bietet der Sport einen wichtigen Ausgleich und fördert Gesundheit, Motivation und Zusammenhalt.

Möglich wurde diese Erfolgsgeschichte durch das außergewöhnliche Engagement vieler Ehrenamtlicher. Ob beim Wiederaufbau nach dem Krieg, beim Bau der Flutlichtanlage, bei der Organisation von Turnieren oder in den Vorständen und Spartenleitungen: Zahllose Mitglieder investierten und investieren noch heute Zeit und Herzblut in „ihre“ Sportabteilung. Heute kann die Sportabteilung auf ihr starkes Fundament aus Tradition, Gemeinschaft und ehrenamtlichem Engagement bauen.
Was seit 1926 unverändert ist, ist die Begeisterung für Sport, Bewegung und Gemeinschaft. Genau diese Werte machen die Sportabteilung bis heute zu einem lebendigen Bestandteil der SSB- und Sozialwerks-Familie und werden auch die kommenden Jahrzehnte prägen.


Hier findet ihr unsere detaillierten Chroniken: